Weichspüler Alternativen: Die besten 6 Hausmittel und Tipps | PraxisVITA

2023-02-22 18:58:16 By : Ms. xianyun lou

Mit Weichspüler Alternativen wird die Wäsche nahezu genauso kuschelig und gut duftend wie mit herkömmlichen Produkten aus dem Supermarkt – und dabei sind sie noch besser für die Umwelt, die Gesundheit und das Portemonnaie. Was sich als Alternative für Weichspüler eignet und für wen der Ersatz für Weichspüler besonders empfehlenswert ist.

Weiche, frisch riechende Kleidung – das wollen wir doch alle. Um dieses Ziel zu erreichen, verwenden viele Menschen zusätzlich zum Waschpulver Weichspüler. Neben dem ökologischen und finanziellen Aspekt sollte bei der Verwendung noch etwas beachtet werden: Die Produkte können der Gesundheit schaden. Welche Inhaltsstoffe besonders problematisch sind, wozu das Umweltbundesamt stattdessen rät und mit welchen Weichspüler Alternativen Sie Ihre Wäsche trotzdem kuschelig und frisch bekommen.

Weichspüler haben mehrere Effekte: Sie machen Textilien weicher, lassen sie gut riechen, schneller trocknen und verringern die elektrostatische Aufladung. Allerdings enthalten die Produkte auch Chemikalien wie Tenside sowie Farb- und Duftstoffe, die schwer abbaubar und deshalb umweltschädigend sind. Zudem können die enthaltenen Stoffe eine Allergie auslösen und bei empfindlichen Personen zu Hautirritationen führen – in diesem Fall lohnt es sich erst recht, Weichspüler selbst herzustellen.

Außerdem wollen viele Menschen Weichspüler Alternativen verwenden, weil die kationischen Tenside in den herkömmlichen Supermarkt-Produkten aus tierischen Fetten, d.h. aus Schlachtabfällen, bestehen und somit nicht vegetarisch beziehungsweise vegan sind.

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Prinzipiell ist es nicht nötig, Weichspüler zu verwenden – wegen der genannten positiven Effekte machen es trotzdem viele Menschen. Vor allem Hand- und Geschirrtücher sollten jedoch nicht zu häufig damit gewaschen werden, weil sie dadurch ihre Saugfähigkeit verlieren. Auch Funktionskleidung verliert ihre schweißabweisende Wirkung durch Weichspüler.

Die meisten Produkte werden in flüssiger Form angeboten, die Verschlusskappe dient als Dosierungshilfe. In der Regel reicht, sofern nicht anders angegeben, eine halbe Kappe Weichspüler pro Waschgang.

Um die Belastung der Umwelt und die Gefahr für die eigene Gesundheit so weit wie möglich zu reduzieren, können Weichspüler Alternativen verwendet werden – bei diesen wissen Sie, welche Inhaltsstoffe vorhanden sind und vermeiden dazu noch unnötige Plastikverpackungen. Darüber hinaus ist es sogar auch günstiger, Weichspüler selbst herzustellen. Die folgenden sechs Hausmittel und Tricks können helfen:

Zitronensäure eignet sich insbesondere für helle Wäsche – denn sie hat eine leicht bleichende Wirkung. Einfach einen Teelöffel Zitronensäurepulver in das Weichspülerfach geben und die Waschmaschine wie gewohnt anstellen. Wer weiß, dass das Gerät einen engen Kanal zum Weichspülerfach hat oder sich nicht sicher ist, sollte das Pulver besser auflösen. Hierfür drei bis fünf Teelöffel Zitronensäure in einem Liter Wasser auflösen, zu jeder Wäsche je nach Beladung 50 bis 100 Milliliter ins Fach hinzugeben.

Alternativ können Sie auch den Saft einer halben Zitrone auspressen und diesen in das Fach für den Weichspüler geben – ohne Fruchtfleisch und Kerne.

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Für bunte oder schwarze Wäsche kann auch Haushaltsessig verwendet werden. Die Kleidung wird dadurch weich und gleichzeitig werden Kalkablagerungen in der Waschmaschine und auf den Textilien reduziert. Zu jeder Wäsche 30 bis 50 ml Essig ins Weichspülerfach hinzugeben. Und keine Sorge: Spätestens beim Trocknen verfliegt der Essiggeruch von selbst.

Waschsoda, auch als Soda oder Natriumcarbonat bekannt, hat eine starke Reinigungswirkung. Ein bis zwei Teelöffel Soda in 100 Milliliter Wasser auflösen und der Wäsche hinzugeben. Doch aufgepasst: Dieses Weichspüler-Ersatzprodukt eignet sich nicht für alle Stoffarten von Kleidung. Soda lässt tierische Fasern wie Wolle oder Merino aufquellen.  

Natron ist die schonendere Alternative zum Waschsoda – und ein Wundermittel gegen hartnäckige Flecken. Genauso wie beim Soda ein bis zwei Teelöffel Natron mit 100 ml Wasser verdünnen und in das Weichspülerfach geben. Ein guter Nebeneffekt: Natron neutralisiert Gerüche.

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Viele Menschen mögen den Geruch von Weichspüler. Das Problem daran: Oft werden synthetische Stoffe als Duftmittel eingesetzt – sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt ist dies schädlich. Alternativ können wenige Tropfen eines ätherischen Öls (z.B. Lavendel oder Zitrone) zu der Weichspüler Alternative oder auch ohne Weichspüler der Wäsche zugefügt werden.

Besonders harte Textilien, z.B. starre Handtücher, können als Weichspüler Alternative vor dem Waschgang in Essigwasser eingelegt werden. Dafür etwa ein Liter Essig mit zwei Litern heißem Wasser mischen. Handtücher & Co. mindestens eine Stunde darin einweichen lassen.  

Auch wenn die Ersatzprodukte besser für die Umwelt und Gesundheit sind – wirklich notwendig sind Weichspüler nicht und können daher auch komplett weggelassen werden. Das Umweltbundesamt appelliert an alle Verbraucher:innen: „Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt. Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich.“

Statt die herkömmlichen Produkte aus dem Supermarkt zu verwenden, können Sie mithilfe von Hausmitteln künftig aber auch einfach und schnell umweltfreundliche Weichspüler Alternativen selbst herstellen.

Weichspüler, in: umweltbundesamt.de

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